UMFRAGE: Wie gefallen den Geislingern die Veränderungen in ihrer Stadt?

Geislingens Fußgängerzone verändert sich. Wir wollten in einer Straßenumfrage wissen: Wie gefallen den Geislingern diese Veränderungen?

 

Dieter Rockenbauch (80), Rentner aus Weiler:

„Geislingen fehlt die Kaufkraft. Würde es hier mehr Industriebetriebe geben, dann wäre die Stadt automatisch belebter. Die Maßnahmen, Fahnen aufzuhängen und ein Klavier und Liegestühle aufzustellen, sind zwar gut und locken bestimmt auch so manchen an. Aber es handelt sich dabei nicht um eine ausreichende Maßnahme um die Fußgängerzone wieder mehr zu beleben. Würde die WMF wieder auf- statt abgebaut werden, dann könnte sich die wirtschaftliche Situation von Geislingen positiv verändern. Die Veränderung der Innenstadt ist zwar schön, aber ich denke nicht, dass es Leute dazu bringt, wöchentlich, nur deswegen in die Fuzo zu kommen und groß einzukaufen.“

Alexa Wannenwetsch (49), Geschäftsführerin aus Gingen:

„Ich finde die Veränderungen in der Innenstadt sehr schön. Direkt am Brunnen in der Fußgängerzone ist die perfekte Fläche für das Klavier und die Liegestühle, weil dadurch eine schöne gemütliche Atmosphäre geschaffen wird, die zum Verweilen einlädt. Ich werde deswegen zwar nicht öfter die Stadt besuchen, aber wenn ich dann mal hier bin und genug Zeit habe, werde ich auf jeden Fall beim Klavier vorbeischauen und den Mutigen zuhören, die sich trauen dort zu spielen. Vom Wirt der Spitze finde ich es auch sehr lobenswert, dass er sich dazu bereit erklärt hat, das Klavier und die Stühle täglich auf und abzubauen. Das ist schließlich nicht selbstverständlich, da es für ihn auch ein Zeitaufwand ist.“

Erwin Fink (80), Rentner aus Geislingen:

„Jede Veränderung ist positiv. Diese Veränderungen werden aber wahrscheinlich keinen großen Unterschied für die Geschäfte in der Stadt machen. Wenn das Kaufland nicht mehr in der oberen Stadt ist, wird sich die wirtschaftliche Lage sehr verschlechtern. Denn die obere Stadt braucht eine zentrale Versorgungsquelle. Dies ist für viele ein großer Anreiz, die Stadt zu besuchen. Sind sie dann schon mal dort, dann schauen sie oft in umliegende Geschäfte. Am besten wäre ein Lebensmittelgeschäft im Sonne-Center im ehemaligen Media-Markt untergebracht. Der Wochenmarkt belebt die Fuzo zwar sehr, an einem Samstag würde er aber noch mehr Leute anlocken.“

Lore Hoffmann (65), kaufmännische Angestellte aus Geislingen:

„Ehrlich gesagt sind mir die Fahnen zuerst gar nicht aufgefallen, da sie so weit oben hängen. Trotzdem gefallen sie mir sehr gut. Mich ärgert es dafür aber sehr, dass sich niemand um den Fußweg zum Helfenstein kümmert. Dieser ist voller Dornengestrüpp und nur schwer begehbar, dabei gehört dieser Weg zum Albtraufweg und könnte viele Wanderer anlocken, die Stadt zu besuchen – wenn er etwas schöner wäre. In letzter Zeit werden immer mehr Hängebrücken gebaut. Das wäre auch eine Idee für Geislingen, die Besucher anlocken könnte. Man könnte zum Beispiel eine Hängebrücke vom Helfenstein zum Ödenturm bauen. Diese Maßnahme könnte Geislingen mehr beleben.“

Wolfgang Birkhold (62), Lehrer aus Kuchen:

„Durch die Fahnen ist die Stadt bunter, belebter und somit auch einladender. Das Klavier und die Liegestühle locken zudem bestimmt auch viele Besucher in die Geislinger Stadt. Mir gefällt es gut, dass hier immer mehr Aktivitäten sind. Ein Beispiel dafür ist das Stabhochsprung-Event, das seit Jahren in der Innenstadt stattfindet. Diese Aktionen könnten noch weiter ausgebaut werden. Damit ist Geislingen nun auf dem richtigen Weg. Man könnte zudem die Fabrikverkäufe noch etwas mehr miteinbeziehen. Dass die Mauer bei der WMF nun weg ist, ist ein weiterer Fortschritt. Nun kann man die Lagerverkäufe von der Jahnhalle aus direkt erreichen.“

Erschienen in der Geislinger Zeitung am 09.09.2016
Autor: Leonie Konrad
Link zum Artikel: http://www.swp.de/geislingen/lokales/geislingen/UMFRAGE-Wie-gefallen-den-Geislingern-die-Veraenderungen-in-ihrer-Stadt;art1223063,3997747

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