Fahnenmeer soll Geislinger Altstadt schmücken

„Bewegung, Farbe, Emotion“: Pünktlich zum Hockauftakt am 22. Juli verwandelt sich die Geislinger Fußgängerzone in ein buntes Fahnenmeer.

Durch Geislingens gute Stube weht bald ein neuer Wind: 60 Fahnen – jede von ihnen 2,10 Meter lang und 80 Zentimeter breit – sollen die Fußgängerzone zum Fahnenmeer machen. Vorbild für die vom Geislinger Stadtmarketing initiierte Aktion ist der Ort Wolfach im Schwarzwald. Seit dem Jahr 2000 bestimmt das Fahnenmeer im Sommer das Ortsbild der Gemeinde. Die farbenfrohe Installation wirke auch nach Jahren noch wie „ein Magnet“ auf die Besucher, sagt Margit Schrag, Fachbereichsleiterin der Stadt Geislingen.

Das Fahnenmeer ist eine Idee der Gruppe Drei, die für die Stadt Geislingen ein Marketingkonzept erarbeitet. Das Projekt ist Teil eines „Prioritätenkatalogs“ aus Maßnahmen, die zeitnah und mit relativ wenig finanziellem Aufwand gezielt die Attraktivität der Fünftälerstadt verbessern sollen.

Als Startschuss für die Umsetzung habe man bewusst ein visuelles Projekt mit großer Außenwirkung gewählt, erläutert Stephan Durant vom Geislinger Stadtmarketing. „Fahnen sind dynamisch“, erläutert er. „Sie bringen Bewegung, Emotion und Farbe rein.“ Bis zum Hockauftakt sollen die Fahnen mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr an zehn Überspannungen etwa sieben Meter hoch über der Fuzo aufgehängt werden.

Erste Fahne seit Mittwoch im Rathaus

Schüler der Geislinger Schubart-Realschule und dem Michelberg-Gymnasium haben die Motive für die Fahnen im Kunstunterricht entworfen und mit Acrylfarbe in Fahnengröße gemalt. Die Bilder werden abfotografiert, gescannt und auf die Fahnen aus Nylongewebe aufgedruckt. Die einzige thematische Vorgabe für die Schüler war ein Bezug zur Fünftälerstadt.

Etwa zwei Wochen vor den Pfingstferien haben die Schüler mit dem Projekt begonnen, die erste fertig bedruckte Fahne kam am vergangenen Mittwoch im Geislinger Rathaus an. Darauf zu sehen ist ein freundlicher Elefant – das Wappentier der Helfensteiner – mit einem Rosenstrauß im erhobenen Rüssel, im Hintergrund grüne bewaldete Berghänge, Ödenturm und Ostlandkreuz. Vor dem Fassanstich beim Hock wird es eine kleine Vernissage geben, in denen die Fahnenbilder vorgestellt werden.

In Zukunft sollen die Fahnen jedes Jahr in den Sommermonaten Leben in die Fuzo bringen. Die Erfahrungen aus Wolfach zeigen, dass die Fahnen aufgrund von Materialabnutzung nach etwas vier bis sechs Jahren ersetzt werden müssen. Dann sollen auch die Motive neu gestaltet werden.

Schulen spielen wichtige Rolle

Entscheidend bei der Verwirklichung des Fahnenmeers war die Zusammenarbeit mit den Schulen, sagt Margit Schrag: Die Kinder hättem eine wichtige Rolle bei der Verschönerung der Stadt gespielt. Damit Geislingen attraktiver wird, brauche es weiterhin solche positiven Beiträge der Bürger, betont Durant. „Wir schieben etwas an, aber wir sind auf die Zusammenarbeit der Geislinger angewiesen“

Das Fahnenmeer wird keine Einzelaktion bleiben, sondern ist Teil eines Gesamtkonzepts im Rahmen des neuen Stadtmarketingkonzepts. An erster Stelle stehe dabei zunächst die Anbindung der Fabrikverkäufe an die Obere Stadt. In Planung ist bereits ein Info-Pavillon auf dem Gelände der Fabrikverkäufe, der über die städtischen Highlights informiert. Entscheidend sei es, den Outlet-Besuchern ein Paket aus Angeboten zu schnüren, die einen Abstecher in die Altstadt attraktiv machen, meint Durant. Ein Teil dieses Pakets werden auch Bilder vom Fahnenmeer sie, die neugierig auf die Fuzo machen,

Für Herbst ist die darüber hinaus die Aktion „Geislingen blüht auf“ geplant, in Aalen gibt es eine vergleichbare Aktion seit Jahren. Das Prinzip in Geislingen: 10.000 Blumenzwiebeln werden kostenlos an die Bürger verteilt, im Frühjahr sollen die Blumen dann das Stadtbild prägen.

Zu den weitere Maßnahmen, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen, um die Verbindung der Fabrikverkäufe mit der Fußgängerzone zu verbessern gehören: Autobahnschilder an der Ausfahrt Mühlhausen, die auf Geislingens historische Altstadt und die Fabrikverkäufe hinweisen; eine Verbesserung des historischen Stadtrundgangs – etwa mit neuen Schildern an wichtigen historischen Gebäuden, die mit QR-Codes für multimedial aufbereitete Informationen ausgestattet sind; die Einrichtung verschiedener Routen von den Outlets in die Altstadt, die durch „Fußspuren“ auf dem Boden markiert sind; Gutscheine, die die Geschäfte der Fabrikverkäufe für die Geschäfte in der Stadt ausgeben und so für Zulauf für den Einzelhandel sorgen.

Erschienen in der Geislinger Zeitung am 17.06.2016
Redakteur: Stefanie Schmidt
Link zum Artikel: http://www.swp.de/geislingen/lokales/geislingen/Fahnenmeer-soll-Geislinger-Altstadt-schmuecken;art5573,3883451

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